Der Baum für Weihnachten wird von den meisten jedes Jahr neu ausgesucht. Für viele ist es eine Art Ritual. Wann man den Baum kauft und aufstellt, scheint oft schon eine Art Lebenseinstellung zu sein. Natürlich kann man auch den pflegeleichten Baum aus Kunststoff, in einen Karton verpackt, aus dem Kellerregal kramen. Ein echter Baum bringt aber mehr Atmosphäre in den Raum. Heute gibt es viele Nadelbaumarten, die in Aussehen, Farbe und Nadeln sehr verschieden sind.

Anbau von Weihnachtsbäumen

Weihnachtsbäume werden in Monokultur angebaut. Das bedeutet, dass ein Areal mit Sprösslingen bepflanzt wird. Idealerweise wird das über Jahre so gemacht, dass jedes Jahr Bäume in verschiedenen Größen geerntet werden können. In manchen Gegenden kann man auch für diesen Zweck gekennzeichnete Bäume direkt aus dem Wald entnehmen. Selbst einen Baum im Wald zu schlagen und nach Hause zu bringen ist gerade für Kinder ein besonderes Erlebnis.

Was haben Weihnachtsbäume mit Recycling zu tun?

Kurz nach Weihnachten bis irgendwann im Februar wird der Baum von Lametta, Beleuchtung und Kugeln befreit. Die Aktionen mancher Dorfgemeinschaften, bei denen alle Weihnachtsbäume des Ortes in einem großen Feuer verbrannt werden, stehen mittlerweile in der Kritik. In anderen Gemeinden werden die Baumstämme, von den Ästen getrennt, von der Müllabfuhr abgeholt und der Kompostierung zugeführt.

Aber man kann dem Weihnachtsbaum auch eine zweite Chance geben.

Baum im Topf

Auch die Bäume, die man mit Wurzeln im Topf kaufen kann, stammen aus den Monokulturen. Sie sind die günstigste Möglichkeit, die Nadelbäume zu produzieren, um sie dann in Massen zu verkaufen. Gießt man diesen Baum im Topf, während er im warmen Wohnzimmer steht, fristet er sein unnatürliches Dasein im Warmen recht unbeschadet. Wenn man ihn nach seiner Dienstzeit nach draußen stellt, sollte man ihn langsam an die Temperaturen gewöhnen. Regelmäßiges Gießen versteht sich von selbst. Im Frühjahr sollte man dem Baum einen größeren Topf mit für ihn passender Erde gönnen. So kann man seinem Baum einen zweiten oder vielleicht sogar dritten Auftritt zu Weihnachten ermöglichen.